 Jörg BeierDie etwas andereKUNSTaus dem Erzgebirge Sitz: Produzentengalerie Silberstein" 08340 SchwarzenbergObere Schloßstraße 6Wenn ich an die DDR-Zeit zurückdenke, an die große Lüge vom Arbeiter-und-Bauern-Staat, fällt mir immer wieder ein, wieviel Angst die Parteiführung vor jedem geschriebenen Wort, jedem Pinselstrich hatte, alles was mit Kunst in Verbindung stand, jagte ihr Angst ein.In der damaligen BRD, den heute sogenannten alten Bundesländern, wurde immer die Freiheit der Kunst betont, die Freiheit alles machen zu dürfen. Die Mächtigen aller Zeiten umgaben sich mit Kunst. Berühmte Herrscher schätzten Künstler und die Kraft der Kreativität.  Bleibende Werte in der Musik, der Malerei, vollendete Skulpturen und Bauwerke grüßen uns durch die Zeiten. Heute haben Künstler dem Klischee eines Künstlers zu entsprechen. Die wenigen Künstler in der Nähe der Politik werden durch großzügige Bezahlung ihrer Kunst ruhiggestellt oder als Hofnarren gebraucht.Politiker, die mit Künstlern reden, weil sie ihre Kreativität schätzen, sind selten. Fragen werden durch sogenannte Spezialisten beantwortet. Ein Dialog mit Künstlern, dem größten Potenzial an Kreativität, findet nicht statt. Es gibt einen Bedarf und eine Zunahme an Museen/Galerien und an Besuchern. Immer mehr beschäftigen sich mit Kunst. Kunst heißt Fragen. Die Fragen nehmen zu. Es ist aber nicht so, daß auf der einen Seite die Fragesteller, auf der Seite die Antwort gebenden Künstler stehen. Allein durch Kreativität können Antworten bzw. Lösungen gefunden werden. Was hat dies alles mit Engeln zu tun? Nur durch Fragen bekommt man Antworten! Engel gibt es nicht nur in allen Welt-Religionen. Durch Engel wurden wir aus dem Paradies gewiesen, Engel bewachen den Zugang zum Paradies.Uralte Fragen und die uralte Suche nach Antworten.Was sind Engel? Vielleichtfinden wir gemeinsam eine Antwort auf Fragen, die uns alle betreffen.Wer versucht, die Kunst für sich einzusetzen, hat Furcht zu fragen, weil die Antworten nicht genehm sind.Der teuer erkaufte Versuch einer eigenen Wahrheit mit eigenen Engeln ist kläglich gescheitert. Richtige Engel wollte man aus der DDR ausweisen. Mit Feuer und Schwert wurden wir aus dem Paradies vertrieben. Seit dieser Zeit sind wir auf der Suche nach dem verlorenen Paradies.Die Künstler der ZONE" haben den Versuch gewagt, einen Dialog mit den verlorenen Engeln zu führen. Hier haben wir einen großen Vorteil. Im Gebirge sind wir den Engeln näher, den Erzgebirgsengeln. Mitglieder der KünstlergruppeZone" im Schwarzenberger Kunst- und Kulturverein e.V. | Jörg Beier | Dipl. Designer / Bundesverband Bildender Künstler 1946 in Schwarzenberg/Erzg.geboren. 1963-1966 Lehre als Holzmodellbauer. 1967 beginn eines Studiums an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg. 1969 Verhaftung durch die Staatssicherheit und Verurteilung wegen Staatsfeindlicher Hetze" zu 18 Monaten Knast. 1970 Zuchthaus Cottbus. 1971 - 1974 Arbeit in der Produktion. 1974 - 1977 Mitarbeiter bei Prof. Brockhage als Holzbildhauer. Ab 1978 freischaffend - Kandidat und Mitglied im Verband Bildender Künstler, Beschäftigung mit architekturbezogener Plastik. Seit 1987 Leiter (ehrenamtlich) einer Galerie des Kulturbundes. 1990 Gründungsinitiator des Schwarzenberger Kunst- und Kulturvereins" e.V. und bis zum heutigen Zeitpunkt ehrenamtlich im Vorstand tätig. 1993 Mitglied der KünstlergruppeZONE". ...mehr | | Christine Beier | Dipl. Designer / BundesverbandBildender Künstler 1946 in Zwickau geboren. 1963 Abitur. 1964-1969 Tätigkeit als Klischeezeichnerin. 1969 - 1972 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg - FachrichtungTextildruck. 1972 - 1973 Arbeit als Designer in einem Textilbetrieb. Seit 1973 Kandidat und Mitglied im Verband Bildender Künstler und seitdem freischaffendals Textilgestalterin mit eigener Werkstatt in Schwarzenberg. | | Frank Neubert | Dipl. Designer 1945 in Schönheide/Erzgeb. geboren. 1967 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg. 1968 im Zusammenhang mit den Ereignissen in der CSSR Verhaftung durch die Staatssicherheit. 1969 Zuchthaus Cottbus. 1971 Ausreise in die Bundesrepublik. 1972 Studium an der Kunstakademie Nürnberg / Meisterschüler.1978 Abschluss als Dipl. Designer. Seit 1979 freischaffend in Nürnberg als Designer und Architekt. | | Barbara Bärmich | 1951 in Schwarzenberg geboren. 1971 - 1974 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin - Schöneweide. 1975 Übersiedlung nach Cottbus, Öffentlichkeitsarbeit. Ab 1977 Beschäftigung mit Keramik. 1981 - 1991 Staatliche Kunstsammlungen Cottbus, wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit 1991 Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus, wissenschaftliche Mitarbeiterin. Mitglied des Kunstwissenschaftler und Kunstkritikerverbandes e.V. Berlin. | | Steffen Mertens | 1943 in Rathenow geboren. 1964 - 1968 Studium an der Kunsthochschule Berlin - Weissensee. 1972-1973 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin - Schöneweide. 1973 Hinwendung zur Bildhauerei unter Mentorenschaft von Werner Stötzer. Ab 1974 freischaffend als Bildhauer tätig. 1986 Übersiedlung nach Cottbus. 1990 - 1992 Theaterplastiker am Staatstheater Cottbus. Seit 1992 freischaffend in Cottbus. | | Alain Baczynsky | Lichtdesigner und Fotograf 1953 geboren in Brüssel. 1976 Übersiedlung nach Israel und Arbeit in einem Kibbuz. 1982 Tätigkeit als Lichtdesigner, actor-manipulator im Tain Theatre. Jerusalem und im Theatre du Soleil. Ausstellungbeteiligung im Marcel Janco Museum, Ein Hod, Israel. 1989 - 1990 sieben Installationenin Jerusalemer Galerien. 1992 Personalaustellungenin Warschau und New York - Fotoinstallationen mit dem Titel Sanfte Schiffsbrüche". 1993 Arbeit im Neubrandenburger Kammer- und Puppentheater. Mitglied des Schwarzenberger Kunst- und Kulturvereins" e. V. und der Künstlergruppe. | | Ralf-Alex Fichtner | Grafiker, Maler und Karikaturist Ralf-Alex Fichtner ist ein einsamer Kämpfer in einer einsamen Gegend im Erzgebirge. Gegen die Windmühlen der sozialistischen Bürokratie hat er sich nach drei angefangenen Studien und ohne Anerkennung im eigenen Land internationale Beachtung mit unheimlichen Bildgeschichten und Satiren verschafft. Seine Aquarellarbeiten sind Perlen, die an Caspar David Friedrichs Visionen und an Edgar Allen Poe's oder Kafkas düsteren Geschichten orientiert sind."(Ausstellungskatalog Galerie ETCETERA München, Okt. 1993) 1952 in Aue / Erzg. geboren. Lehre als Werkzeugmacher und Plakatmaler. Seit 1987 freischaffend. 1989 Mitglied im Schwarzenberger Kunst- und Kulturverein" und seit 1993 Mitglied der Künstlergruppe ZONE". | | Lydia Schönberg | Fotografin 1965 in Zwickau geboren. Abitur in Schwarzenberg. Besuch der Spezialschule für Fotografie in Leipzig, Arbeit in einem Werbebüro. Seit 1997 freischaffend, lebt in Schwarzenberg. Die Fotografien von Lydia Schönberg sind eine Schule des Sehens". Schatten-Licht" war der Titel ihrer ersten Ausstellung in der Galerie Silberstein". Materialstrukturen sowie grafische Sichten auf Architekturdetails erzielen eine verblüffende Wirkung auf den Betrachter. |
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